• Was genau „verhindern“ wir bei der Prävention und Kontrolle von Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen?

In den letzten Jahren hat sich die Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen zunehmend verschärft. Sie tritt immer häufiger und immer jünger auf und ist zu einem bedeutenden Problem der öffentlichen Gesundheit geworden. Faktoren wie die intensive Nutzung elektronischer Geräte, Bewegungsmangel im Freien, Schlafmangel und eine unausgewogene Ernährung beeinträchtigen die gesunde Entwicklung des Sehvermögens von Kindern und Jugendlichen. Daher ist eine wirksame Kontrolle und Prävention von Kurzsichtigkeit in dieser Altersgruppe unerlässlich. Ziel der Prävention und Kontrolle von Kurzsichtigkeit in dieser Altersgruppe ist es, früh einsetzende und hochgradige Kurzsichtigkeit sowie die verschiedenen Komplikationen, die durch hochgradige Kurzsichtigkeit entstehen, zu verhindern, anstatt die Notwendigkeit einer Brille zu beseitigen oder Kurzsichtigkeit zu heilen.

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Vorbeugung von früh einsetzender Kurzsichtigkeit:

Bei der Geburt sind die Augen noch nicht vollständig entwickelt und befinden sich in einem Zustand der Hyperopie (Weitsichtigkeit), die als physiologische Hyperopie oder „Hyperopiereserve“ bezeichnet wird. Mit dem Wachstum des Körpers verschiebt sich der Brechungsstatus der Augen allmählich von Hyperopie hin zur Emmetropie (einem Zustand, in dem weder Weitsichtigkeit noch Kurzsichtigkeit vorliegt), ein Prozess, der als „Emmetropisierung“ bezeichnet wird.

Die Entwicklung der Augen erfolgt in zwei Hauptstadien:

1. Rasante Entwicklung im Säuglingsalter (Geburt bis 3 Jahre):

Die durchschnittliche axiale Länge des Auges eines Neugeborenen beträgt 18 mm. Die Augen wachsen im ersten Lebensjahr am schnellsten, und bis zum dritten Lebensjahr nimmt die axiale Länge (der Abstand von der Vorder- zur Rückseite des Auges) um etwa 3 mm zu, wodurch der Grad der Weitsichtigkeit deutlich verringert wird.

2. Langsames Wachstum in der Adoleszenz (3 Jahre bis zum Erwachsenenalter):

In dieser Phase nimmt die axiale Länge nur um etwa 3,5 mm zu, und die Brechkraft nähert sich weiterhin der Normalsichtigkeit (Emmetropie) an. Im Alter von 15–16 Jahren hat das Auge nahezu die Größe eines Erwachsenen erreicht: etwa (24,00 ± 0,52) mm bei Jungen und (23,33 ± 1,15) mm bei Mädchen, danach ist nur noch minimales Wachstum zu verzeichnen.

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Kindheit und Jugend sind entscheidend für die Sehentwicklung. Um einer frühkindlichen Kurzsichtigkeit vorzubeugen, empfiehlt es sich, ab dem dritten Lebensjahr alle sechs Monate regelmäßige Sehtests in einem qualifizierten Krankenhaus durchführen zu lassen. Die Früherkennung von Kurzsichtigkeit ist von großer Bedeutung, da Kinder, die früh kurzsichtig werden, eine schnellere Progression der Kurzsichtigkeit aufweisen und mit höherer Wahrscheinlichkeit eine starke Kurzsichtigkeit entwickeln.

Hohe Kurzsichtigkeit verhindern:

Die Prävention von starker Kurzsichtigkeit erfordert die Kontrolle ihres Fortschreitens. Die meisten Fälle von Kurzsichtigkeit sind nicht angeboren, sondern entwickeln sich von leichter über mittlere zu starker Kurzsichtigkeit. Starke Kurzsichtigkeit kann zu schwerwiegenden Komplikationen wie Makuladegeneration und Netzhautablösung führen, die Sehbeeinträchtigungen oder sogar Erblindung zur Folge haben können. Daher ist das Ziel der Prävention von starker Kurzsichtigkeit, das Risiko eines Fortschreitens der Kurzsichtigkeit zu verringern.

Missverständnisse vermeiden:

Irrtum 1: Kurzsichtigkeit kann geheilt oder rückgängig gemacht werden.

Nach heutigem medizinischem Kenntnisstand ist Kurzsichtigkeit weitgehend unheilbar. Eine Operation kann Kurzsichtigkeit nicht heilen, und die damit verbundenen Risiken bleiben bestehen. Zudem ist nicht jeder für eine Operation geeignet.

Irrtum 2: Das Tragen einer Brille verschlimmert Kurzsichtigkeit und verursacht Augendeformationen.

Wer bei Kurzsichtigkeit keine Brille trägt, dessen Augen geraten in einen Zustand schlechter Fokussierung, was mit der Zeit zu Augenbelastung führt. Diese Belastung kann das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit beschleunigen. Daher ist das Tragen einer korrekt angepassten Brille entscheidend, um die Fernsicht zu verbessern und die normale Sehfunktion bei kurzsichtigen Kindern wiederherzustellen.

Kinder und Jugendliche befinden sich in einer kritischen Wachstums- und Entwicklungsphase, und ihre Augen entwickeln sich noch. Daher ist der wissenschaftlich fundierte und rationale Schutz ihres Sehvermögens von größter Wichtigkeit.Wie können wir Kurzsichtigkeit also wirksam vorbeugen und sie kontrollieren?

1. Richtige Augennutzung: Befolgen Sie die 20-20-20-Regel.

- Machen Sie nach jeweils 20 Minuten Bildschirmzeit eine 20-sekündige Pause und schauen Sie auf etwas in etwa 6 Metern Entfernung. Das entspannt die Augen und beugt Augenbelastung vor.

2. Angemessene Nutzung elektronischer Geräte

Halten Sie einen angemessenen Abstand zu Bildschirmen, achten Sie auf moderate Bildschirmhelligkeit und vermeiden Sie langes Starren. Verwenden Sie zum Lernen und Lesen am Abend augenschonende Schreibtischlampen und achten Sie auf eine gute Körperhaltung. Halten Sie Bücher 30–40 cm von Ihren Augen entfernt.

3. Mehr Zeit im Freien verbringen

Mehr als zwei Stunden Bewegung im Freien täglich können das Risiko von Kurzsichtigkeit deutlich verringern. Ultraviolettes Licht der Sonne fördert die Dopaminausschüttung in den Augen, was ein übermäßiges Längenwachstum der Hornhaut hemmt und somit Kurzsichtigkeit wirksam vorbeugt.

4. Regelmäßige Augenuntersuchungen

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen und die Aktualisierung der augenärztlichen Dokumentation sind entscheidend für die Vorbeugung und Behandlung von Kurzsichtigkeit. Bei Kindern und Jugendlichen mit einer Veranlagung zu Kurzsichtigkeit helfen regelmäßige Untersuchungen, Probleme frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen.

Das Auftreten und Fortschreiten von Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen wird von vielfältigen Faktoren beeinflusst. Wir müssen uns von dem Irrglauben verabschieden, dass „Behandlung wichtiger als Prävention ist“, und gemeinsam daran arbeiten, das Auftreten und Fortschreiten von Kurzsichtigkeit wirksam zu verhindern und zu kontrollieren, um so die Lebensqualität zu verbessern.

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