• Schwerpunkt auf dem Sehgesundheitsproblem von Kindern auf dem Land

„Die Augengesundheit von Kindern auf dem chinesischen Land ist nicht so gut, wie viele annehmen würden“, sagte einmal ein führender Vertreter eines namentlich genannten globalen Linsenherstellers.

Experten zufolge könnte es dafür viele Gründe geben, darunter starkes Sonnenlicht, ultraviolette Strahlen, unzureichende Innenbeleuchtung und mangelnde Aufklärung über Augengesundheit.

Kinder in ländlichen und bergigen Gebieten verbringen genauso viel Zeit mit ihren Mobiltelefonen wie Gleichaltrige in Städten. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass viele Sehprobleme ländlicher Kinder aufgrund unzureichender Augenuntersuchungen und -diagnosen sowie fehlendem Zugang zu Brillen nicht rechtzeitig erkannt und diagnostiziert werden können.

Schwierigkeiten im ländlichen Raum

In manchen ländlichen Gegenden werden Brillenträger immer noch abgelehnt. Manche Eltern glauben, ihre Kinder seien nicht begabt und würden zwangsläufig in der Landwirtschaft arbeiten. Sie neigen dazu, anzunehmen, dass Menschen ohne Brille wie qualifizierte Arbeitskräfte aussehen.

Andere Eltern raten ihren Kindern vielleicht, abzuwarten und selbst zu entscheiden, ob sie eine Brille benötigen, wenn sich ihre Kurzsichtigkeit verschlimmert oder nachdem sie die Mittelschule besuchen.

Vielen Eltern in ländlichen Gebieten ist nicht bewusst, dass Sehschwächen schwerwiegende Probleme für Kinder darstellen können, wenn keine Maßnahmen zu deren Behebung ergriffen werden.

Studien haben gezeigt, dass eine verbesserte Sehkraft einen größeren Einfluss auf die schulischen Leistungen von Kindern hat als das Familieneinkommen und der Bildungsstand der Eltern. Viele Erwachsene glauben jedoch fälschlicherweise, dass sich die Kurzsichtigkeit von Kindern nach dem Tragen einer Brille schneller verschlechtert.

Viele Kinder werden zudem von ihren Großeltern betreut, die weniger Bewusstsein für Augengesundheit haben. Großeltern kontrollieren in der Regel nicht, wie viel Zeit Kinder mit digitalen Geräten verbringen. Finanzielle Schwierigkeiten erschweren es ihnen außerdem, sich eine Brille zu leisten.

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Früher beginnen

Offizielle Daten der letzten drei Jahre zeigen, dass mehr als die Hälfte der Minderjährigen in unserem Land kurzsichtig sind.

Seit diesem Jahr haben das Bildungsministerium und andere Behörden einen Arbeitsplan mit acht Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung von Kurzsichtigkeit bei Minderjährigen für die nächsten fünf Jahre veröffentlicht.

Zu den Maßnahmen gehören die Entlastung der Studierenden von ihren akademischen Aufgaben, die Verlängerung der Zeit, die sie im Freien verbringen, die Vermeidung übermäßiger Nutzung digitaler Produkte und die flächendeckende Überwachung des Sehvermögens.

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